Lerncooltur Lerntipps, so geht lernen leichter, auch zu Hause!

Lerncooltur Tipp 1) Den Sinn klar machen!

Etwas nur zu lernen damit man nachweisen kann etwas gelernt zu haben, ist einfach fad und wirkt sinnlos, es führt zum Bulimielernen (hineinstopfen, ausspucken, vergessen)
Wer nachhaltig und mit Freude lernen will, soll sich klar werden, warum genau dies gelernt werden soll. Das fällt zwar manchmal schwer, aber es ist besser vorher darüber nachzudenken, als zwischenzeitlich zu verzweifeln und die Motivation komplett zu verlieren.

Was kann ich mit dem Wissen anfangen? Welche Probleme kann ich dann lösen? Wie bringt es mich später weiter?

Lerncooltur Tipp 2) Selbst gestalten, statt nur konsumieren!

Begreifen ist etwas Haptischen, es kommt von „greifen“. Lernen besteht aus Gestalten und Wiederholen von Inhalten, am besten in vielen Variationen, zuerst das Zusammenfassen des Stoffes (z.B. mit der Methode: Schwärzen wird im nächsten Newsletter vorgestellt), dann mit eigenen Worten wiederholen (z.B.: mit Mindmaps) und anschließend die gestaltete Mindmap als Podcast (als Audiofile mit dem Handy) aufnehmen. Danach immer wieder anhören und die Mindmap dabei ansehen. So werden sämtliche Kanäle des Lernens bespielt.

Lerncooltur Tipp 3) Storytelling-Lernen.

Den selbstgestalteten Lernbeitrag (die Mindmap und den Podcast) in eine kleine Geschichte verpacken und diese Geschichte (Story) Freunden und Verwandten erzählen. So werden die Kernbotschaft und der Lernstoff gespeichert und es bleibt fast ewig im Gedächtnis.

Lerncooltur Tipp 4) Fehler sind großartig!

Beim Lernen sind Fehler etwas Großartiges, denn aus Fehlern lernt man. Durch Feedback und das Korrigieren des Fehlers wird das Neugelernte schneller ins Langzeitgedächtnis verfrachtet, wo es dann gut gespeichert bleibt. Wichtig ist eine gute Feedbackkultur, um die Fehler annehmen zu können (im nächsten Newsletter stellen wir euch eine Feedback-Methode vor).

Lerncooltur Tipp 5) Lernmaterial strukturieren und selbermachen

Struktur bedeutet etwas anzuordnen und einen gegliederten Aufbau zu schaffen. Genau das braucht man um zu lernen. Sich mit dem Lehrstoff zuerst auseinanderzusetzen, ihn dann in kleine Teile zu zerlegen und danach strukturiert anzuordnen und zu gliedern, erleichtert den hinterher geschalteten Lernprozess. Außerdem ist das Zerlegen des Lehrstoffes in kleine Teile, schon ein unbewusstes Lernen.

Lerncooltur Tipp 6) Das Vorbereiten eines Schummelzettels

Ein schöner, gut leserlich gestalteter, übersichtlicher Schummelzettel ist großartig, denn darauf hat nur das Wichtigste und das Notwendigste Platz. Schummelzettel sollen immer selbst geschrieben werden, auf keinen Fall einen von jemand anderem verwenden. Die wesentliche Idee eines Schummelzettels besteht darin, den Lehrstoff zu lesen und ihn in eigenen Worten/ Schlagworten wiederzugeben. Dadurch gebe ich dem Lehrstoff meine eigene neue Struktur und schaffe meinen eigenen Aufbau. Dann am besten noch mehrmals laut vorlesen. Das ist nachhaltiges Lernen, den Zettel kann man dann einstecken, aber man braucht ihn nicht mehr. Der Lernprozess ist schon abgeschlossen. 😊

Lerncooltur Tipp 7) Lehrstoffumgebung checken

Vor dem eigentlichen Lernen eines neuen Stoffes, ist es gut, das Gehirn auf Arbeitstemperatur zu bringen und Vorwissen abzufragen. So beginnt das Gehirn sich schon mit dem kommenden Lehrstoff zu beschäftigen, am besten die Methode ABC Liste verwenden.

Lerncooltur Tipp 8) Podcast

Heutzutage ist es einfach einen Podcast für sich selbst zu gestalten, jedes Smartphone besitzt eine Aufnahme- oder Diktierfunktion. Zuerst den Lehrstoff strukturieren und kurz und knackig zusammenschreiben, am besten mit der Schema X-Methode (wird heute im Newsletter vorgestellt), dadurch sind alle Podcasts gleich aufgebaut und das Gehirn kann diese leichter speichern. Nach dem Zusammenschreiben einfach das Handy auf Aufnahme schalten und den Text langsam und gleichmäßig vorlesen. Schwupps, schon ist man fertig! Die Lern-Podcasts kann man sich dann noch oft anhören, z.B. in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder aber vor dem Schlafengehen im Bett, da ist das Gehirn schon auf „Entspannung“ geschaltet und so wird das Gehörte auch mit Bildern verknüpft. Podcasts funktionieren auch super bei Vokabeln.
Bei der Methode entsteht ein integrativer Lernprozess: zuerst beim Ausarbeiten, dann beim Aufnehmen und zuletzt beim mehrmaligen Anhören. Das Gehirn wird immer wieder mit dem Lehrstoff konfrontiert und dieser wird unbewusst abgespeichert.

Lerncooltur Tipp 9) Lern-Timeline

Eine Lern-Timeline hilft sehr gut beim Organisieren der Lernzeit und des Lernstoffes und verhindert das Panik-Lernen (bei dem eigentlich nichts hängenbleibt) kurz vor dem Prüfungstermin. Zuerst wird eine Line in der Mitte eines Blattes gezogen, der Prüfungszeitpunkt wird dann auf dem Blatt (am besten A4 Querformat) ganz auf der rechten Seite, also am Ende der Line eingetragen. Ganz links steht der heutige Tag. Dann wird unter dem Prüfungsdatum der gesamte Prüfungsstoff in Stichworten oder Kapiteln aufgeschrieben, damit dieser sichtbar ist. Anschließend wird die Mitte definiert und mit dem Halbzeitdatum versehen. Als nächstes wir die Frage gestellt: Was muss ich bis zu dem Datum schon gelernt haben, damit ich den gesamten Lernstoff zur Prüfung gut schaffe? Die Kapitel werden unter das Datum geschrieben. Dann wir die Zeit vom Beginn bis zur Halbzeit nochmals halbiert und dieselbe Frage (mit bis zur Halbzeit) gestellt und wieder der Lernstoff eingeteilt.
Dadurch ergibt sich ein toller, gut organisierter Lernfahrplan.

Lerncooltur Tipp 10) Reflexion beim Lernen

Reflexion beim Lernen, bedeutet das Überdenken des Lernstoffes und des Gelernten. Sich beim Lernen zwischendurch ein paar Mal die Zeit zu nehmen und den gesamten Lernstoff anzusehen, Kapitel für Kapitel, schafft Klarheit über den derzeitigen Lernstand. Man stellt sich also die Frage: Was kann ich bereits gut? bzw. Was sollte ich mir nochmal ansehen? Dies wirft die nächste Frage auf: Warum merke ich mir gewisse Stoffgebiete besser und warum manche nicht?
Oft liegt es dann am Interesse, manche Teile klingen für mich spannender und manche nicht. Es ist wichtig herauszufinden, welche Bereiche nicht so einfach zu merken sind, denn möglicherweise brauchen diese eine andere Herangehensweise bzw. eine andere Lernmethode, z.B. einen Podcast 😉

Lerncooltur Tipp 11) Begreifen statt Lernen

Viele Lehrer*innen und Trainer*innen möchten das ihre Schüler*innen etwas lernen, das bedeutet, dass die Schüler*innen zu Hause den Lehrstoff nach- und einlernen sollen. Wir bei Lerncooltur möchten, dass unsere Schüler*innen oder Student*innen den Lehrstoff schon im Unterricht begreifen. Begreifen ist etwas Haptisches und setzt daher mehr Repräsentationskanäle voraus als visuell und auditiv, es wird dadurch intensiver erlebt und bleibt länger gespeichert. Spielerisches Lernen wird automatisch zum Begreifen. Vielleicht auch mal Spiele selbst herstellen: Vokabel-Memories; Themen- Millionenshow oder Geschichte- Activity.

Lerncooltur Tipp 12) Self testing

Wechsel die Rollen – heute erstellst du selbst den nächsten Test. Nimm dir deine Lernunterlagen, „spiele“ mal Lehrer*in und überlege, welche Fragen der kommende Test haben könnte. Durchforste deinen Lernstoff und erstelle einen Test für dich selbst. Dann machst du eine Pause und ca. eine Stunde später löst du den Test, den du selbst erstellt hast.

Das Lernen bei dieser Aufgabe erfolgt sehr unbewusst auf mehreren Ebenen, erstens beim Durchforsten des Lehrstoffes, dann beim Auswählen und Erstellen der Fragen und dann nochmals beim Ausfüllen des Tests.

Lerncooltur Tipp 13) Aktive Pause

Beim Lernen ist eins wichtig – die Pause.
Doch Pause machen bedeutet nicht am Schreibtisch sitzenbleiben und das Handy nehmen oder mit dem Computer zu spielen. So verlockend, dass jetzt gerade erscheinen mag, es ist als Lernpause schlichtweg falsch.
In der Lernpause, braucht das Gehirn Zeit zum Chillen.😊 Die Zeit zwischen den Lernphasen sollte man nutzen um viel zu trinken, sich zu recken und zu strecken, die Arme zu kreisen, die Nackenmuskulatur zu lockern, damit der Blutfluss zum Gehirn gegeben ist und um Frischluft zu tanken. Das alles hat Priorität. Je nachdem wie lange die Pause eingeplant ist, ist dann auch ein Blick auf das Handy ok.

Lerncooltur Tipp 14) Mind mapping

Eine gute Mind Map ist eine gelungene Kombination aus Bild- und Wortsprache. Am besten beginnt man mit einer Grundstruktur, dabei wird auf einem Blatt zuerst das Lerngebiet eingetragen. Danach werden Untergruppen erstellt, die dazu gehören. Diese Untergruppen können noch erweitert oder ergänzt werden. Wenn eine Untergruppe sich als besonders umfangreich darstellt, sollte daraus eine eigene Mind Map gestaltet werden. Ein Mind Map kann als Übersicht für den Lernstoff gedacht sein, aber auch direkt als Stoffvisualisierung.

Lerncooltur Tipp 15) Plakatieren und visualisieren

„Plakate“ sollen mindestens A4 Format, besser A3 Format und selbst erstellt sein. Der Lehrstoff kann so gegliedert und dann als Mindmap oder auch als Schema X gestaltet und visualisiert werden. Die erstellten „Plakate“ sollen dann prominent und sichtbar in Räumen aufhängt (z.B.: in der Küche oder im Lernzimmer, nicht im Abstellraum) werden, damit diese oft gesehen werden. Durch das selbst Erarbeiten und Gestalten wird der Stoff gelernt und durch das Sichtbarmachen wird er immer wieder gesehen und in Erinnerung gerufen. Wenn ich weiß wo das Plakat hängt, kann ich es mir gut vorstellen und vom Plakat im Geiste „abschreiben“.

Lerncooltur Tipp 16) Störfaktoren ausschalten

Lernen kann schon ziemlich mühsam werden, vor allem wenn der Lernstoff nicht geliebt wird. Wenn man dann ungeliebten Stoffgebiete lernen soll, ist es wichtig möglichst alle Störfaktoren auszuschalten, weil wir uns da besonders gerne und leicht ablenken lassen. Fernseher und Radio also ausschalten. Wenn Musik gehört werden soll, dann am besten Musik mit 60 Schlägen pro Minute (Metronom), dies entspricht gehört im Großhirn einer Alphawelle mit einer Frequenz von 7-14 Hz. Diese Alphawellen sind der Ausdruck einer Entspannung im Sinne einer angespannten Aufmerksamkeit. Das Handy soll am besten nicht im Lernraum sein, da beim Handy die Versuchung sehr groß sein kann, sich ablenken zu lassen.
Wenn am PC/Laptop gearbeitet wird, ist es gut sich ein Post-it beim Bildschirm hinzukleben, dass einen daran erinnert sich nicht ablenken zu lassen 😊
Auch das Aufräumen des Schreibtisches oder das Reinigen des Lernzimmers ist in diesem Moment nicht notwendig.

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