LOCKDOWN 2.0 Tipps für Homeschooling und Homeoffice

Herausfordernde Zeiten stehen uns wieder bevor…ab Dienstag gibt es Tipps von uns für euch! Jeden Freitag gesammelt auf der Website zum Download. 😉

Tipp 1 für Schüler*innen der Primarstufe

  • geeigneten Arbeitsplatz schaffen
  • gemeinsamen Tagesplan erstellen und visualisieren
  • Pausen, falls möglich, gemeinsam verbringen
Mehr erfahren über Tipp 1

I. geeigneten Arbeitsplatz schaffen:

Gerade bei Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahren, muss der Arbeitsplatz nicht immer ein Schreibtisch sein. Kinder arbeiten gerne auch am Boden oder auf dem Küchentisch. Wichtig ist nur, dass die benötigten Materialien (Bücher, Hefte, Stifte,…) komprimiert an einem Platz liegen und nicht im ganzen Wohnbereich verteilt sind.

Am Ende eines „Schultages“ macht es Sinn, alles wieder in die Schultasche zu packen, damit nichts verloren geht.

II. gemeinsamen Tagesplan erstellen und visualisieren

Es macht Sinn einen ähnlichen Tagesrhythmus wie in der Schule beizubehalten. Die Weckzeit in der Früh kann eventuell angepasst werden, da ja der Schulweg entfällt. Kinder in der Primarstufe haben wahrscheinlich in den meisten Fällen einen Wochenplan von ihrer Pädagogin/ihrem Pädagogen bekommen. Sinnvoll ist es, diesen Wochenplan zu einem Tagesplan zu „zerlegen“ und in Portionen aufzuteilen und genau zu besprechen. Hier werden auch Pausenzeiten festgelegt und eine kleine Portion für den Nachmittag eingeteilt, quasi als Hausübung.

Diesen Plan kann man dann als Tagesplan gemeinsam visualisieren…aufschreiben oder mit Symbolen darstellen. Vor allem Gegenstände wie Bildnerische Erziehung, Musikerziehung und Bewegung und Sport kann man immer wieder dazwischen einbauen in diesen Phasen könne Eltern vielleicht am ungestörtesten arbeiten, da die Kinder hier eher weniger Hilfe brauchen.

III. Pause, falls möglich, gemeinsam verbringen

Falls es der Zeitplan der Eltern zulässt, ist es schön für die Kinder, wenn die Pausen gemeinsam verbracht werden können. Vor allem wenn Sie als Eltern auch im Homeoffice sind, macht es Sinn sich diese Zeit als gemeinsame Zeit auszumachen. In der anderen Zeit sollen Kinder, soweit es möglich ist, „alleine“ arbeiten, damit auch Sie als Eltern arbeiten können. Auch in der Schule ist der Pädagoge/die Pädagogin nicht immer sofort verfügbar!

Vor allem in der Mittagspause macht es Sinn gemeinsam zu essen 😉. Pause bedeutet auch Spielzeit, aber bitte nicht am Handy oder fernsehen. Dies ist auch in der Schule nicht möglich! Wenn Kinder Zeit am Handy oder vor dem Fernseher verbringen, dann bitte, so wie auch an einem „normalen“ Schultag erst am Nachmittag.

 

Tipp 2 für Schüler*innen der Sekundarstufe I + II

  • Arbeitsplatz schaffen
  • Stundenplan als Tagesplan erfassen und visualisieren
  • Pausen, falls möglich, gemeinsam verbringen
  • Abgabeliste erstellen

Vorlage für Abgabeliste hier zum download

Mehr erfahren über Tipp 2

I. Arbeitsplatz schaffen:

Im Bereich der Sekundarstufe I+II findet wahrscheinlich ein Wechsel zwischen Onlineunterricht und dem Erledigen von Arbeitsaufträgen statt. Somit braucht es für die Onlineeinheiten ein geeignetes Medium. Nicht alle Kinder haben bereits einen eigenen Computer und da wahrscheinlich auch die Eltern oder eventuell Geschwister einen PC benötigen braucht es hier einerseits ein gutes Management bzw. im Notfall zumindest ein Smartphone. Fallweise stellen Schule auch Leihgeräte zur Verfügung. Falls dieses Angebot besteht, bitte auf jeden Fall in Anspruch nehmen.

Der Arbeitsplatz für Arbeitsaufträge ist natürlich variabel und muss auch in diesem Alter nicht zwangsweise ein Schreibtisch sein, aber bitte keinesfalls das Bett. Dies lädt zu sehr zum Chillen bzw. Erholen ein.

II. Stundenplan als Tagesplan erfassen und visualisieren:

Da sich in der Sekundarstufe I+II die Onlineeinheiten wahrscheinlich am Stundenplan der Schule orientieren, ist ein Teil der Tagesstruktur bereits vorgegeben. Es macht Sinn auch die Weckzeit in der Früh annähernd beizubehalten, wobei man sich auch hier die Anfahrtszeit in die Schule erspart. In der verbleibenden Zeit ohne Onlineeinheiten macht es Sinn, sich einen Tagesplan zu erstellen, angepasst an die terminlich vereinbarten Abgaben mit den Lehrer*innen und diesen auch zu notieren. siehe Punkt IV.

III. Pause, falls möglich, gemeinsam verbringen:

Falls es der Zeitplan der Eltern zulässt, ist es schön für die Kinder, wenn die Pausen gemeinsam verbracht werden können. Vor allem wenn Sie als Eltern auch im Homeoffice sind, macht es Sinn sich diese Zeit als gemeinsame Zeit auszumachen. In der anderen Zeit sollen Kinder, soweit es möglich ist, „alleine“ arbeiten, damit auch Sie als Eltern arbeiten können. Auch in der Schule ist der Pädagoge/die Pädagogin nicht immer sofort verfügbar!

Vor allem in der Mittagspause macht es Sinn gemeinsam zu essen 😉. Pause bedeutet auch Freizeit und Erholung.

Vielleicht ist es möglich, die Pausenzeiten möglichst ohne Handy oder PC zu verbringen, da die Schüler*innen ohnehin vermehrt Zeit online verbringen. Bewusst kurz an die frische Luft gehen macht hier Sinn.

IV. Abgabeliste erstellen:

Um einen Überblick über die Arbeitsaufträge zu behalten ist es sinnvoll eine List zu erstellen. Eine Möglichkeit dafür bietet die App „Trello“ (unbezahlte Werbung). Diese App ist sowohl am PC, als auch am Tablet oder Handy verfügbar und kann somit von überall bedient werden.

Eine weitere Möglichkeit ist es eine Exelliste anzulegen (hier downloaden) oder einfach eine Liste selbst zu schreiben.

 

Tipp 3 für Eltern (die selbst im Homeoffice arbeiten)

  • getrennte Arbeitsplätze
  • Schlafenszeit der Kinder/ des Kindes nutzen
  • Tagespläne angleichen & gemeinsame Pausen
  • Fragen der Kinder/ des Kindes möglichst in der Früh oder in der Pause klären
  • kurze Auszeit
Mehr erfahren über Tipp 3

I. getrennter Arbeitsplatz:

Da die ideale Aufteilung für jede Familie individuell ist und auch die Wohnsituationen ganz verschieden sind, gibt es hier definitiv keinen allgemein gültigen Weg. Es macht aber durchaus Sinn, dass wirklich jeder seinen „eigenen“ Bereich hat. Das muss kein eigenes Zimmer sein, aber zumindest einen eigenen Platz am Esstisch. Ansonsten ist die Gefahr sehr groß, dass sich die Materialien aller Kinder und Eltern vermischen. Falls Telefonate oder Videokonferenz geführt werden, wäre natürlich ein eigener Raum von Vorteil, da man dann ein bisschen mehr Ruhe hat und sich nicht gegenseitig stört. Wir sind uns natürlich im Klaren, dass nicht alle Wohnsituationen dies zulassen.

Falls ein Raumteiler benötigt wird, kann dieser ganz schnell und kostengünstig auch mit einer Schnur, einem (Lein)Tuch und ein paar Kluppen selbst gebastelt werden. Der Vorteil dabei besteht darin, dass man sich nicht „ständig“ sieht und dieser andererseits schnell wieder abgebaut ist, wenn er nicht mehr benötigt wird.

II. Schlafenszeit der Kinder/ des Kindes nutzen:

Mütter und Väter sind in der Regel Frühaufsteher. Falls die Arbeitszeiten der Eltern flexibel sind, ist es sinnvoll die ruhige Zeit in der Früh und Abend zu nutzen, während die Kinder/ das Kind schlafen/schläft. Aber auch dies bitte (so weit möglich) mit Maß und Ziel. Man darf seine eigenen Bedürfnisse, wie Schlaf, Gespräche mit Familienmitgliedern oder einfach nur Ruhephasen, usw. nicht vergessen.

III. Tagespläne angleiche -> gemeinsame Pausen:

Nachdem der Tagesplan der Kinder/ des Kindes besprochen bzw. visualisiert wurde, ist es sinnvoll seinen eigene daran zu orientieren (falls möglich). So können vielleicht einige Pausen bzw. zumindest die Mittagspause miteinander verbracht werden. Falls mehrere Personen im Haushalt leben und gemeinsam das Homeschooling und Homeoffice verbringen, können zumindest immer zwei miteinander eine Pause verbringen.
Es ist uns bewusst, dass es auch Homeoffice-Modelle mit fixen Arbeits- und Pausenzeiten gibt, diese lassen nur wenig Spielraum für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.

IV. Fragen der Kinder/ des Kindes möglichst in der Früh oder in den Pausen klären:

Wie schon die in den letzten beiden Tipps erwähnt, sind auch Pädagog*innen in der Schule nicht immer sofort verfügbar. Daher ist es auch im Homeschooling nicht die Aufgabe der Eltern immer sofort verfügbar zu sein, vor allem wenn man selbst im Homeoffice arbeiten soll. Je größer die Kinder sind, desto einfacher ist es wahrscheinlich sich eine Frage für später aufzuheben und währenddessen an etwas anderem weiterzuarbeiten. Es bietet sich also an in der Früh möglichst viel zu klären und die anderen Fragen nach Möglichkeit in den Pausen zu klären.

V. kurze Auszeit:

Das eigene Wohlbefinden nimmt auf das Umfeld positiven Einfluss. Das heißt, wenn irgendwie möglich, ist es wichtig sich jeden Tag zumindest 10 Minuten eine Auszeit nur für sich zu nehmen. Egal wie und wo, so wie es jedem von uns gut tut. 

Tipp 4 für Pädagog*innen

  • Koordination/ Planung Präsenzunterricht und Onlineunterricht
  • Abgabelisten für den besseren Überblick
  • Kontrolle der technischen Hilfsmittel
  • Feedback einholen
  • kreative Methoden einbauen

Falls jemand auf der Suche nach einem Webinar dazu ist hier klicken

Mehr erfahren über Tipp 4

I. Koordination/ Planung Präsenzunterricht und Onlineunterricht:

Da man als Pädagog*in in der jetztigen Situation sowohl für die Betreuung in der Schule, als auch für den Onlineunterricht zuständig ist, ist es sinnvoll sich einen Plan dafür anzulegen, damit es zu keinen Kollisionen kommt. Wenn auf eine Präsenzstunde eine Onlinestunde folgt wird man diese zeitlich bedingt gleich in der Schule durchführen (müssen).

II. Abgabelisten für den besseren Überblick:

Da man meist mehrere Klassen betreut, hilft es vielleicht sich auch eine Liste anzulegen, wann man mit welcher Klasse welchen Abgabetermin und welchen Modus vereinbart hat.
Appempfehlung: Trello, oder MS Notes (unbezahlte Werbung)

III. Kontrolle der technischen Hilfsmittel:

Damit es möglichst zu keinen technischen Störungen kommt sollte man vorher noch einmal alles kontrollieren. Bitte immer bedenken, dass man auch den Hintergrund bei einer Onlineeinheit sieht 😉

IV. Feedback einholen:

Sowohl im Präsenzunterricht als auch im Distancelearning sollte man immer nachfragen, wie es den Schüler*innen mit der (neuen) Situation geht, ob es Schwierigkeiten gibt und wo man vielleicht helfen kann. Bei den der Primarstufe macht es Sinn bei den Eltern nachzufragen, wie ihre Kinder mit der Situation zurechtkommen.

V. kreative Methoden einbauen:

Gerade im Onlineunterricht kann es schnell etwas langweilig werden, deshalb hilft es vielleicht zwischendurch die ein oder andere lustige, kreative Methode einzubauen.

Falls jemand auf der Suche nach einem Webinar dazu ist -> hier entlang zu unserem Webinar

Tipp 5 für Arbeitnehmer*innen

  • geeigneten Arbeitsplatz finden
  • Zeitplan – Pausen
  • bewusstes Abschalten
  • eigene Bedürfnisse wahrnehmen
Mehr erfahren über Tipp 5

I. geeigneten Arbeitsplatz schaffen:

Sowohl die räumlichen Gegebenheiten als auch die unterschiedlichen Arbeitsanforderungen machen hier keinen einheitlichen Tipp möglich. So braucht jemand, der den ganzen Tag in Video- oder Telefonkonferenzen arbeitet bestenfalls einen möglichst abgetrennten Arbeitsplatz, um andere Geräusche möglichst gering zu halten. Andere Personen hingegen arbeiten vielleicht lieber in „Gesellschaft“ und teilen sich deshalb gerne mit ihrem Partner*innen den Arbeitsplatz.
Der geeignete Arbeitsplatz muss auch nicht zwangsweise ein eingerichteter Büroraum sein (ist auch räumlich nicht immer möglich), sondern kann auch im Wohnzimmer oder am Essplatz eingerichtet werden. Wichtig ist auf jeden Fall eine Trennung zum Schlafbereich, das Bett ist definitiv kein geeigneter Arbeitsplatz.
Falls mehrere Personen im Haus zusammenarbeiten/lernen, soll jeder seine benötigten Arbeitsmaterialien bei sich zusammenhalten, um kein Durcheinander entstehen zu lassen. Eventuell macht eine Beschriftung der eigenen Blätter Sinn.
Falls ein Raumteiler gebraucht wird kann man diesen sehr einfach und kostengünstig mit Schnur und Leintuch selbst bauen.

II. Zeitplan – Pausen:

Falls die Arbeitszeiten für das Homeoffice vom Arbeitgeber vorgegeben sind, gibt es ja bereits eine grobe Struktur des Tages, Arbeitsbeginn und Arbeitsende. Die Pausen sollten dann an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden, trinken, essen, frische Luft,… bitte Pausen wirklich bewusst einhalten, da gerade bei durchgehender Arbeit vor dem Bildschirm die Konzentration schnell nachlässt.
Bei individuellen Arbeitszeiten ist es sinnvoll sich den Tag vorab zu strukturieren. Homeoffice bietet hier den Vorteil auf Morgenmenschen oder eben Morgenmuffel gut Rücksicht zu nehmen. Die Pausen können auch hier bedürfnisorientiert eingebaut werden.
Bewegung, Lockerung der Rücken- und Nackenmuskulatur….

III. bewusstes Abschalten:

Im Homeoffice besteht die Gefahr, dass man immer wieder zur Arbeit schreitet, obwohl die Arbeitszeit eigentlich schon vorbei ist. Nach Beendigung des Arbeitstages sollte man den Arbeitsplatz wirklich verlassen. Falls es ein eigener Raum ist bleibt die Tür dann geschlossen. Falls der Arbeitsbereich im Wohnbereich integriert ist, kann man diesen eventuell abdecken, damit man nicht in Versuchung gerät und den Computer noch einmal hochfährt. Es ist auch nicht sinnvoll seine Mails danach am Handy abzurufen, der Geist braucht wirklich Pause.

IV. eigene Bedürfnisse wahrnehmen:

Sowohl was die Pausen betrifft als auch für die arbeitsfreie Zeit, ist es wichtig auf sich und seinen Körper zuhören. Ausreichend trinken und Bewegung im Freien sind zwei wesentliche Faktoren. Für Personen, die den ganzen Tag allein arbeiten, ist es vielleicht hilfreich sich am Abend mit jemanden anderen per Telefon oder Videocall auszutauschen. Andere, die den ganzen Tag Video- oder Telefonkonferenzen haben, brauchen vielleicht Ruhe und genießen Zeit alleine. Die Bedürfnisse sind ganz individuell. Wichtig ist jedoch allgemein gesagt, dass nach einem Arbeitstag vor dem PC, die Zeit danach möglichst offline verbracht wird, ein gutes Buch sollte dem TV-Gerät vorgezogen werden.

Hier gesammelte Tipps vom Lockdown 2.0 downloaden (Jeden Freitag werden die neuen Tipps ergänzt)

Hier gesammelte Tipps vom Lockdown 1.0 downloaden